Bischkek – Burana – Tokmok – Grigorievka – Karakol (um den Issyk Kul See herum) – Batajaral (am Songköl See) – Tash Rabat – Kazarman – Osch – Far’gona – Andijon – Margilan – Taschkent – Samarkand – Bukhara (Buxoro) – Taschkent

Kleine historische Seidenstraße

Historisch und nun in der Neuzeit wurden und werden über die Seidenstraßen zu Land und zu Wasser Handel und Austausch betrieben zwischen Asien, dem Orient und dem westlichen Europa (Okzident). Uns sollen hier nur die ca. 8.000 km langen Wege zu Land interessieren. Diese stellten in der Vergangenheit einen mühsamen, gefahrvollen und monatelangen Reiseweg dar, den Marco Polo 1271 wohl erstmalig von West (Venedig) nach Ost beschritt und der in der heutigen Zeit in gut 11 Stunden mit dem Flugzeug direkt zurück gelegt werden kann.

Die Entwicklung der Historischen Seidenstraße mit ihrer Hochzeit in der Antike vollzog sich ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. bis ins Mittelalter im 13. Jahrhundert n. Chr.

Die Seidenstraße erstreckte sich in Zentralasien von der ostiranischen Hochebene und der Stadt Merv im Westen bis zur Wüste Gobi und der Stadt Dunhuang im Osten sowie dem Abzweig Richtung Süden nach Kaschmir und Peschawar. Sie verband drei der wichtigsten asiatischen Kulturräume: Iran, Indien und China. Das Land ist gekennzeichnet durch Wüsten mit alten Oasenstädten, der Kasachensteppe im Westen und der mongolischen Steppe im Osten sowie hohen Gebirgen.

Reisende mit Asien- und Orientkenntnissen erahnen die Großtat einer historischen Bewältigung dieser Riesenstrecke, wo damals eigentlich nur Karawanen auf zum Teil unbefestigten Wegen entlang zogen. Sogar das östliche Europa, auch der westliche Okzident, waren eine Gefahrenquelle und nur in großen Handelsstädten wie Venedig konnte von einigermaßen geordneten Lebensverhältnissen gesprochen werden.

China als Ausgangspunkt der Seidenstraße erlebte mit dem Einfall der Mongolen und anschließender ca. 100 jähriger Unterwerfung und Verwaltung durch eben diese, danach eine Blütezeit. Dazu kamen aus dem fernen Osten die Produkte der weit und hoch entwickelten chinesischen Wirtschaft und Kultur, die im alten Europa begehrt waren und somit – da der Seeweg ohne Suezkanal sehr lang war –  man mühevoll ganze Karawansereien auf die Beine stellte, die entweder ankamen oder unterwegs umkamen.

Durch den Fall der Sowjetunion ab 1991, der angestrebten Öffnung des fernöstlichen asiatischen und des zentralasiatischen Marktes in den letzten fast 30 Jahren, haben wir es hier mit einer Wiedergeburt an ökonomischer Handelsintensität im höchsten Maße zu tun. Jedes noch so kleine und bisher armes und unterentwickeltes Land ergreift die Hand des großen chinesischen Reiches. Dieser globale Riesenplayer hat seit Jahren die Initiative ergriffen und hat mit Riesenressourcen und enormen Kapitalaufwand sowohl die Historische Seidenstraße zu Land als auch zu Wasser als „Belt and Road Initiative“ neu kreiert und ist mit fast Billiarden an Investitionen  hier federführend vorangegangen.

Die USA Außenministerin Clinton hatte das bereits 2011 unter Obama erkannt, konnte sich aber nicht durchsetzen und das heutige China unter Xi Jinping hat seit 2013 mit seiner Rede in Kasachstan nun die Initiative ergriffen und seitdem haben wir rasante Veränderungen an Land wie auch auf dem Seeweg.

Nachstehend werden zwei Reisen entlang der historischen und heutigen Seidenstraße angeboten, die ausgehend von China, über Kirgisistan/grenznah Tadschikistan, Uzbekistan, Turkmenistan bis zum Iran nach Teheran die damalige Hochkultur besonders in Samarkand und Bukhara, aber auch das  heutige Iran zeigen. Es wird deutlich, wieweit hier neue ökonomische Player auf den Markt drängen, die sich alle eine Scheibe des Wohlstandes im derzeitigen Okzident mit abschneiden wollen.

Wer die aktuellen Wirtschaftsnachrichten aufmerksam verfolgt, weiß, was sich derzeit  in den gerade genannten Staaten abspielt und wie weit diese Staaten das oberste Ziel verfolgen, Rückstände aufzuholen, Verkehrsanbindungen zeitgerecht zu entwickeln, sowie ihre Ressourcen für einen gewissen  Wohlstand anzuwenden. Diese Länder öffnen sich den modernen Erfordernissen des Tourismus und bieten zum Teil atemberaubende Natur- und Kulturschätze nun einer breiteren Nachfrage an.

Unsere Hauptreiseleiterin, Frau Gulzada Koshokeeva, hat tüchtig recherchiert und geplant, damit für die Kleine Seidenstraße in Kirgisistan und

Uzbekistan ein durchdachtes Reisekonzept und für die Große Seidenstraße  von China über Kirgisistan/Tadschikistan, weiter nach Uzbekistan, Turkmenistan und schließlich dem Iran ein Reise  Leckerbissen entstanden ist, die unter ihrer Obhut und Begleitung das Sahnehäubchen derzeit auf diesem Gebiet ist.

Frau Koshokeeva arbeitet die Reiseempfehlungen des deutschen Außenministeriums jederzeit mit ein, damit eben garantiert ist, dass bei politischen Entwicklungen in die falsche Richtung sofort korrigiert wird und es immer sicher gestellt ist, dass vor Ort Sofortmaßnahmen anlaufen, die sicher stellen, dass der Reisende unbeschadet in sein Heimatland zurückgeleitet wird.

Aus dem jeweiligen Reisetagebuch wird ersichtlich, dass auch am heutigen Tag vorsichtiges Agieren und Verhalten in vielen zentralasiatischen Ländern angebracht ist, damit der (zu Recht neugierige) Tourist eine sichere Reise machen kann.

Wer nachts z. Bsp. in  der Stadt Osch, in Kirgisistan, alleine und gegen die Anweisung des Guides  in eine „Opiumhöhle“ geht, der könnte und muss wohl

mit einem Übergriff rechnen, was bei exakter Befolgung der Regie des Guides absolut nicht der Fall sein wird. Vor solchen Unachtsamkeiten wird an dieser Stelle bereits ausdrücklich gewarnt. Aber das Gleiche können Sie auch in Manhattan/USA erleben.

Das folgende Reisetagebuch und die Leistungsübersicht, die die Reise genau skizzieren, geben Hinweise auf Land und Menschen, deren Lebensgewohnheiten, Kultur und deren Eigenheiten. Sie werden sehr nahe am Geschehen vor Ort teilnehmen und nachstehend noch einmal in Kurzform und die  enorme Bedeutung der derzeitigen Seidenstraße mit der Nennung von nur einigen wenigen aktuellen Großprojekten:

Bayannur, der Zug soll die 8352 Kilometer lange Reise in die iranische Hauptstadt Teheran demnach in 15 Tagen zurücklegen, eine Zeitersparnis von mindestens 20 Tagen im Vergleich zum Seeweg.

Nach dem Ende der Sanktionen gegen Teheran hatten China und der Iran vor zwei Jahren vereinbart, den wechselseitigen Handel beider Länder in den kommenden zehn Jahren auf 600 Milliarden Dollar (ca. 500 Mrd. Euro) mehr als zu verzehnfachen. Für Peking ist die Vernetzung mit dem Iran ein wichtiger Bestandteil seiner Neuen Seidenstraße, ein gewaltiges Infrastrukturprojekt, in dessen Zuge neue Wirtschaftskorridore von China nach Europa und Afrika entstehen sollen.

Khorgos, auch Stadt des „Trockenhafens“ genannt. Lage: China/grenznah zu Kasachstan, neuer Verkehrsknotenpunkt und internationaler Güterumschlagplatz  – ein Port vergleichbar wie Rotterdam, nur auf dem Land mit der Schiene. In 16 Tagen – statt 45 Tage auf dem Seeweg – sind die Güter in Deutschland.

Peking und  Shanghai, riesiger Containertransport via Kasachstan, via Moskau nach Westeuropa, ebenfalls per Bahn und wesentlich verkürzter Reisezeit der Container.

Pakistan Wüste Thar, Bau eines großen Kohlekraftwerksektors.

Pattaya Thailand, Gründung des EEC, der Eastern Economic Corridor, der Gründung von Städten, Autobahnen, Flughafen und Häfen. Der chinesische Hochgeschwindigkeitszug realisiert die Anbindung an die Hauptstadt Bangkok. Chip- und Automobilfabriken sind hier geplant. Sogar Airbus plant hier demnächst die Wartung seiner Flugzeuge.

72 Länder insgesamt haben sich dem chinesischen Großvorhaben One Belt and One Road angeschlossen.

Seidenstraße der Meere: Dass der griechische Hafen Piräus mittlerweile ein „chinesischer“ Hafen ist, ist wohl bekannt.

China will die halbe Welt miteinander verbinden und wirtschaftlich entwickeln: Von Burma bis hoch in die Mongolei und von den Fidschis Inseln bis nach Afrika!

Tour Zusammenfassung

Reisekategorie: Auf den Spuren der „Historischen Seidenstraße“ in Kirgisistan und Uzbekistan

Gesamtdauer: 20 Tage                                                                                   

Ausgangspunkt: Bischkek/Kirgisistan

Endpunkt: Taschkent/Uzbekistan

Reisezeit: Von Juni bis Mitte Oktober

Highlights: Samarkand und Bukhara

In 20 Tagen reisen wir durch zwei Kernländer – Kirgisistan und Uzbekistan – der „Historischen Seidenstraße“ mit den markanten Traumstädten Osch, (ca. 3.000 ! Jahre alte bedeutungsvolle Stadt in Zentralasien), Samarkand und Bukhara, dazu unvergleichliche Landschaften, Seen und Gebirgszüge in Kirgisistan. Ein Gebiet, das mit vielen Sehenswürdigkeiten und Begegnungen mit Mensch und Kultur, Einblicke in die heutige Moderne aber auch in die faszinierende Welt von Traumstädten aus „Tausend und einer Nacht“ brilliert.

Dazu werden Sie von einer Einheimischen geführt, die im Wechselbad der alten und traditionsreichen kirgisischen und uzbekischen Kultur zur heutigen Moderne sowohl in Bischkek und Taschkent wie auch zu unserem Europa steht.

Als Reisender erleben Sie Komfort- wie auch Jurtenübernachtungen. Sie können dort das Quellwasser zur Morgentoilette benutzen! Sie bewegen sich auf Autobahnen wie auf Schotterpisten und sind immer hautnah an der heutigen Kultur ihres jeweiligen Gastlandes dran.

Route: Bischkek – Burana – Tokmok – Grigorievka – Karakol (um den Issyk Kul See herum) – Batajaral (am Songköl See) – Tash Rabat – Kazarman – Osch – Far’gona – Andijon –  Margilan – Taschkent – Samarkand – Bukhara (Buxoro) – Taschkent

Reisetagebuch

1. Tag Anreise Bischkek

2. Tag Treffpunkt Flughafen „Manas“ in Bischkek mit einer deutsch sprechenden Reiseleitung und Transfer zum Hotel. Mittagessen in Bischkek. Danach Fahrt über ca. 70 km in östlicher Richtung zu einer sehr alten Stadt, das heutige Burana/Balasaguna. Wir sind hier auf einem Herzstück der alten Seidenstraße. Spuren aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. zeigen sich. Nach einem Museumsbesuch wird ein Minarett bestiegen, der den Blick auf den Ala Too ( 4.895 Meter hoch) freigibt. Danach Tokmok Stadt und weiter ostwärts zum Tschon-Kemin Tal über 90 km mit der einzigen Unterkunft im Tal. Höhe ca. 1.600 Meter.

3. Tag Aufbruch zur Stadt Karakol am Nordostufer des großen Yssk Köl Sees über 330 km, fast 6 Stunden Fahrt nördlich um den großen See herum. Unterwegs kurze Wanderung in einer Schlucht von Konortschek. 4 Stunden Rundgang mit vielen Ausblicken und dabei hervorragende Panoramen Picknick in der Natur. Immer in Sichtweite des Yssk Köl Sees, des zweitgrößten Bergsees nach dem Titicaca See. Höhe des Sees 1.600 Meter. Nachmittags erreichen wir Karakol. Besichtigung der dunganischen Moschee und der russischen orthodoxischen Kirche, beide in Holz gebaut. Als krönenden Abschluss des Tages essen wir zum Abend bei einer uighurischen Familie, die aus China hierher einwanderte. Versuchen Sie sich in der Kunst, die Nudeln zum Abendessen selber mit Hand zu ziehen.

4. Tag Karakol – Dscheti Ögüs. Besuch eines Viehmarktes, danach fahren wir zum Hafen bei Karakol, weiter zur Gedenkstätte von Nikolai Michailowitsch Prschewalski, dem legendären polnisch/russischen Entdecker und Pferdeliebhaber. Basarbesuch und Mittagessen in Karakol. Danach Fahrt in das Tal Dscheti Öguz mit seinen roten Felsen (analog Zittauer Gebirge). Abendessen und Übernachtung in einer Jurte am Fluss in 1.900 Meter Höhe.

5. Tag Dscheti Wanderung. Heute wird es etwas sportlicher. Es schließt sich eine Tageswanderung zum bekannten Gletscher Oguz Bashi an. Der dortige Gipfel des höchsten Berges der Teskej Ala Too Kette wird mit 5.016 Meter Höhe vermessen. Zurück zur Übernachtung wie 4. Tag in der gleichen Jurte wie am Vortag in 1.900 Meter Höhe.

6. Tag Dscheti Öguss – Tamga. Wanderung von ca. 15 km zum Tschon Kyzyl Suu Tal. Hier Besuch des Hauses vom Astronauten Juri Gagarin und wandern

zur Passhöhe auf 2.760 Meter. Weiter mit dem Auto zum südlichen Ufer des Yssyk-Kul Sees nach Tamga zur Übernachtung (1.685 Meter Höhe).

7. Tag Tamga – Son-Köl. Morgens Adler Besuch in Bokonbaeva, weiter nach Kotschkor, Mittagessen und Museumsbesuch. Nachmittags nach ca. 300 km

Fahrt Ankunft bei der absoluten Perle von Kirgisistan: dem Son- Köl See auf 3.000 Meter Höhe. Wir benutzen die Seidenstraße zu einem kleinen Tal von Tölök, welche über den Kalmak – Ashuu Pass, 3.446 Meter hoch, zum bekannten Hochgebirgssee führt. Genuss des herrlichen Panoramas und Weiterfahrt am südlichen Ufer des Sees, der kirgisischen Perle! Jurten, Nomaden, Yaks, Schafherden und rassige Pferde, sowie das Edelweiß gilt es am Wegesrand zu bewundern. Hier sind die kirgisischen Nomaden noch zu Hause. Traditionelles Essen und auf 3.016 Meter Höhe steht diesmal die Jurte zur Übernachtung.

8. Tag Son-Köl See. Heute wird es lustig und etwas sportlich. Zuerst eine Wanderung etwas nach Süden und Blick auf den Gipfeln des Moldo Massivs. Picknick unterwegs, dann Pferd satteln und Ausritt zum Heiligen Ort Tasch Döbö. Bei den Nomaden vergorene Stutenmilch und getrockneten Käse verkosten. Nochmals gleiche Jurte wie an den Vortagen.

9. Tag Son-Köl – Tasch-Rabat. Weiterfahrt zum Moldopass (3.380 Meter hoch) einer der schönsten Pässe in Kirgisistan, weiter ins Kara – Kujur Tal zum

Naryn Fluss, dort in das Tal Kurtka, dann Ak Talaa, weiter nach Naryn, der Hauptstadt des Oblastes, dicht an der chinesischen Grenze. Abstecher zur Ruine

einer alten Festung Koschoi- Kogon. Weiter auf der Seidenstraße, die zum chinesischen Kashgar führt. Besuch dort der berühmten Kawanserei Tasch – Rabat, erbaut im 14. Jahrhundert. Ursprüngliche Bewohner ein bekannter Khan mit Garde, dazu Herberge von durchziehenden Händlern der Seidenstraße.

10. Tag Tasch-Rabat – Kazarman. Für viele ein landschaftlicher Höchstgenuss. Ca. 270 km gehrt es durch die wildesten Gegenden von Kirgisistan wie z. Bsp. zum Pass Mels (M = Marxs, E für Engels, L für Lenin, S für Stalin) mit seinen berühmten Namensgebern! Den Pass zeichnet eine atemberaubende Aussicht aus und er ist nur in den Sommermonaten passierbar. Im Hochgebirge haben wir ein Paradies für wilde Tiere: Geier, Falken, Adler und das berühmte Wildschaf „Marco Polo“. Übernachtung auf 1.300 Meter Höhe nun in einem Gästehaus!

11. Tag Kazarman – Arslanbob. Heute geht es ca. 250 km weit nach Arslanbob über einen der höchsten Pässe dieser Seidenstraße. Ewiges Eis und Schnee grüßen aus dem Gebiet von Dschalalabat. Wir begeben uns in das Herz der Pamir Alai Kette. Übernachtung dann in 1.700 Meter Höhe in einem Gästehaus.

12. Tag Arslanbob – Nusswald Trekking. Zeitig am Morgen Transfer zum Waserfall, dann Wanderung über 5 Stunden in die Berge von Arslanbob. Tolle Panoramen und üppigste Natur. Diesmal Übernachtung im Komfortzelt auf 1.900 Meter Höhe.

13. Tag Arslanbob – Nusswald Trekking zweiter Teil. Wir queren einen Pass und steigen den ganzen Tag durch den größten Nusswald der Welt ab. Bereits Alexander der Große war hier vor mehr als 2.300 Jahren. Er liebte diesen riesigen Nusswald und brachte die Nüsse mit nach Griechenland und Makedonien. Derzeit bezeichnet man sie als griechische Nüsse. Diesmal Gästehaus auf 1.700 Meter Höhe.

14. Tag Arslanbob – Osch. Hinunter in die Ferghana Ebene mit dem Wagen und nach 190 km in die dreitausend Jahre alte Stadt Osch. Dabei Abstecher in Özgön mit berühmten Minarett und Mausoleum aus dem 11. Jahrhundert, entlang von riesigen Baumwollfeldern. Dann erreichen wir Osch, die alte Kulturstadt und Brennpunkt der Seidenstraße, zweitgrößte Stadt in Kirgisistan und u. a. als eine der größten Opiumumschlagsplätze Zentralasiens verschrien. Osch liegt am Ostrand des Ferganatals, dazu südlich in Kigisistan.

Die Stadt zählt ca. 260.000 Einwohner, gilt als zweite Hauptstadt Kirgisistan und wird bis zu 3.000 Jahre alt geschätzt und von den verschiedenen Ethnien Kirgisen, Usbeken, Russen sowie anderen Minderheitsethnien bewohnt. Der große Markt der Stadt war schon in alter Zeit einer der größten Märkte entlang der Seidenstraße; sein heutiger Name: „Großer Seidenstraßen Bazar“, erinnert an seine historische Bedeutung. Osch gilt nach internationaler Einschätzung der UNO als einer der Hauptumschlagsplätze für Drogen in Asien. Als Grund hierfür wird seine Lage an der Handelsroute zwischen Tadschikistan und Kasachstan genannt. Eine herausragende Sehenswürdigkeit ist der Suleiman-Berg. Babur, der Nachkomme Timurs und Begründer der indischen Moguldynastie, kam im nahegelegenen Andijon im heute usbekischen Teil des Ferghanatals zur Welt, und brach von dort zur Eroberung Indiens auf. Er soll lange auf einem steilen Felsen, dem Suleiman-Berg, in Osch gesessen und sein Schicksal überdacht haben, ehe er zu dem Schluss kam, dass das Ferghanatal für seinen Ehrgeiz und seine Träume zu beengend war.

Der Suleiman-Berg ist ein wichtiger Ort für muslimische Pilger und Beerdigungen und ein beliebtes Ausflugsziel. Er wurde am 29. Juni 2009 als erster kirgisischer Ort in die Liste der Unesco Welterbestätten aufgenommen. Manche Forscher sehen im Suleiman-Berg den „Steinernen Turm“, den Historiker der Antike als die Mitte der Seidenstraße bezeichnete, die damals die Handelsroute über Land zwischen Asien und Europa bedeutete. Plätze wie die berühmte dreistöckige Jurte, Fürstin Kurmajan Datkas Leben als eine der ersten weiblichen Herrscherinnen von Kigisistan, das ethnologische Museum sowie der Berg des Propheten Salomons (der gleiche Mann in der christlichen Religion) werden besucht. In den Suleiman-Berg wurde der „Nationale Historische und Archäologische Museums-Komplex Suleiman“ gebaut, in dem eine Sammlung historischer, geologischer und archäologischer Fundstücke sowie Informationen zur lokalen Flora und Fauna zu finden sind. Gästehausübernachtung.

15. Tag Osch -Übergang nach Uzbeskistan. Weiter geht es zur kirgisisch-uzbeskischen Grenze und dann nach Andijan. Stadtbesichtigung und danach

Weiterfahrt nach Fergana, Übernachtung im Hotel.

16. Tag Fergana -Margilan -Rishtan – Taschkent. Besuch der Seidenfabrik Ikat in Margilan. Bekannt für die Arbeitsweise mit Adras und Atlastoffe. Weiter nach Rishtan – das Dorf der Töpfer. Khoudayarkhan Palast und königlicher Friedhof stehen weiter auf dem Programm. Nachmittags mit dem Zug nach Taschkent. Hotelübernachtung.

17. Tag Taschkent – Samarkand. Zugfahrt über 2 Stunden mit dem französischen TGV. Die Stadt hat ca. 350.000 Einwohner und war ein bedeutender Platz an der Historischen Seidenstraße. Diese traditionsreiche und fast sagenhaft prächtige Stadt in Uzbeskistan wurde ca. 750 Jahre vor Chr. als Oasenstadt erstmalig erwähnt.

Durch ihren ausgeprägten Handel, ihrer ausgezeichneten Lage an der Seidenstraße, sowie der Einbindung der nördlichen und östlichen Gebiete in den florierenden Handel kam Samarkand zu bedeutendem Wohlstand bis hin zu Reichtum. Alexander der Große eroberte 329 v. Chr. die unter dem Namen Marakanda bekannte Stadt. Erst ca. 710 n. Chr. kam die Stadt voll unter die muslemische Kontrolle. Danach wurde sie zu einem geistigen Mittelpunkt des Islams im Osten ausgebaut. 1220 wurde sie durch die Truppen Dschingis Khans erobert und völlig zerstört. Die Stadt wurde wieder unter dem Namen Samarqand, ca. 1 km südwestlich, neu aufgebaut.

Ein kriegerischer Mongolenherrscher machte die Stadt 1369 zur Hauptstadt seines Großreiches und siedelt hier damals beachtliche ca. 150.000 Menschen an. Die Stadt erblühte und festigte ihren Ruf. Sie galt damals als eine der schönsten und bedeutendsten Kapitalen ihrer Zeit. Um 1500 wurde die Stadt erneut erobert und zur Provinzhauptstadt des Khanats Bukhara gemacht.
Eine ausgedehnte und intensive Stadtbesichtigung findet am ganzen 17. Tag der Reise statt. Hier wird wegen der Fülle an Sehenswürdigkeiten einmal deren einzelne Nennung ausgelassen. Neben Bukhara ist es die zweite Königsstadt auf der Reise. Übernachtung in Samarkand.

18. Tag Samarkand -Bukhara. In knapp 2 Stunden werden die ca 300 km nach Bukhara wiederum im Zug zurückgelegt. Die Stadt liegt an einer der vielen alten Arme der Historischen Seidenstraße, hat heute ca. 250.000 Einwohner und gilt weiterhin als eine der bedeutungsvollsten Handels- und Industriezentren Uzbekistans und damit Zentralasiens. Die meisten Einwohner der Stadt sind Tadschiken und sprechen ihre Muttersprache Tadschikisch, eine Form des Persischen. Die Ursprünge dieser neben Samarkand bedeutungsvollsten Stadt gehen vermutlich auf das alte Persien und griechisch/baktrischer Zeit nach Alexander dem Großen zurück.

Einige Jahrhunderte vor der Etablierung der islamischen Herrschaft war Buxoro (Bukhara) auf dem absoluten Höhepunkt der ökonomischen und kulturellen Macht. Man „schwamm“ förmlich im Reichtum! Mit den vielen Angriffen der Muslime ab ca. 670 bis ca. 900 n. Chr. wurde die Stadt islamisch geprägt. Um das Jahr 1.000 verloren die persischen Samaniden mit ihrem geistigen Zentrum in Bukhara die Herrschaft über diese bedeutende Stadt an die Türken. Ökonomisch ging es ab da bergab, aber div. weitere kulturelle Baudenkmäler wie das Kalon-Minarett oder die Mag’oki-Attori-Moschee kamen hinzu. Die sehr lange Herrschaft von Arslan Khan über fast 28 Jahre gab der Stadt einen gewissen Wohlstand zurück. 1220 eroberte der Mongole Dschingis Khan die Stadt und zerstörte sie vollständig. Die Bewohner versuchten die Stadt wieder aufzubauen aber die Mongolen wüteten weiter. 1238 kam es zum bekannten Tarabi Aufstand und 1270 wiederum unter den Mongolen zur erneuten schweren Zerstörung mit damals unvorstellbaren Zehntausenden von Toten. Bukhara lag in der Mongolenzeit am „Boden“. Die neue und jetzt zu besichtigende Blütezeit kam erst ab dem 16. bis 17. Jahrhundert. Die Stadt wuchs und blühte damals auf, sie wurde zur wichtigsten Stadt in ganz Zentralasien.

Abdullah II Khan erstellte große und wichtige Baudenkmäler, die das heutige Stadtbild so großartig bestimmen. Mit der russischen Eroberung Mittelasiens verlor auch Bukhara seine Bedeutung. Ab September 1991 wurde Uzbekistan ein unabhängiger Staat und Bukhara dient nun herausragend dem internationalen Tourismus. Wie bei Samarkand wird hier verzichtet, die herausragenden Baudenkmäler Bukharas einzeln zu benennen. Bukhara ist eine weitere Topadresse auf dieser Reise.

19. Tag Bukhara – Taschkent. Bis zur Zugfahrt nach Taschkent um ca. 16 Uhr verweilen wir und besuchen weiter die Sehenswürdigkeiten von Bukhara. Transfer mit dem Zug nach Taschkent. Übernachtung dort im Hotel.

20. Tag Frühstück, Transfer zum Flughafen und Abflug nach Europa.

Leistungsübersicht

Im Preis enthalten:

Kirgisistan — generell Kategorie Hotel 3*

Bischkek Golden Tulip 4*

Tschon Kemin —Gästehaus

Karakol — Karagat 4*

Jeti Ögis — Jurte

Tamga — Gästehaus

Son Köl — Jurte

Tasch Rabat — Jurte

Kazarman — Gästehaus

Arslanbob — Gästehaus

Osch — Classic 4*

Fergana / Uzb. — Asia Fergana 4*

Taschkent / Uzb. — Asien Plaza 3*

Samarkand / Uzb. — Malika 3*

Bukhara / Uzb. — Sasha & Son 3*

 

Reisezeit empfohlen von Juni bis Mitte Oktober

Deutschsprachige Reisebegleitung, alle Eintrittsgebühren

alle Fahrzeugtransfers, einschließlich Zugfahrten

Vollpension

alle im Programm beschriebenen Leistungen

Nicht im Preis inbegriffen:

– Trinkgelder für Fahrer und Guide, die erwartet werden in Höhe von ca. 3 €/Reisender + Tag für den Guide, bzw. 1-2 €/Reisender + Tag  für den Fahrer

– Visabeschaffung  -> für Kirgisistan  aufgehoben

-> Für Uzbekistan ist ein Visum gegen Zahlung von 50 US$ in Europa zu

beantragen.

Der Reisepass muss noch eine Restgültigkeit von mindestens 6 Monaten

bei der Einreise haben.

– Internationale Flüge

– Persönliche Ausgaben

– alkoholische Getränke

– Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung werden dringend empfohlen. Der Impfstatus ist in Europa  bei Ihrem Arzt nachzufragen.

Sonstiges:

Währung in Kirgisistan ist der kirgisische Som. Man wechselt in Kirgisistan in Bischkek und Osch in $ und €.

Der Transport erfolgt in privaten Fahrzeugen. Bei Bedarf in Kleinbussen. Generell sind nur die Hauptstraßen von guter Qualität. An der chinesischen und tadschikischen Grenze beginnen neue und bessere Straßen.

Unterkünfte im Hotel in den Städten, sonst bei Familien, Camps, Jurten = wohnliche Zelte. An eine Taschenlampe denken!

Aufbau der Letzteren obliegt jedem Reisenden. Denken Sie daran, dass es in der Höhe ab 3.000 Meter empfindlich kalt werden kann. Der Kulturbeutel soll für europäisches Hochgebirge ausgerüstet sein.

Ein Wertsachenbeutel empfiehlt sich ebenfalls.

Reisepreis

Reisepreis ab 3.590 €/ Person, bei 2 Personen