Beijing – Xi’an – Jiayuguan – Dunhuang – Liuyuan – Turpan – Kashgar – Bishkek

Das abschließende Ziel in „Bishkek“ in Kirgisistan kann in dieser Kartenübersicht leider nicht integriert werden.

China Reise, Seidenstraße, historische Kontinentverbindung und heutige The New Silk Road, Variante A

 In Helmut Schmidts Erinnerungen „Menschen und Mächte“ hat dieser weit vorausblickende ehemalige Bundeskanzler Westdeutschlands, bei seinem ersten Besuch in China, 1975 und Treffen mit dem damals noch lebenden Mao, einen Flug über die nordwestlichen Gebiete Chinas absolvieren dürfen und er beschreibt im Buch seine Eindrücke: 

„Auf dem Flug nach Urumtchi in der Provinz Xinjiang überflogen wir Teile des historischen Turkestan, genauer des chinesischen Ostteils von Turkestan.

Der stundenlange Flug über die endlosen, unbesiedelten Einöden, über die Ränder der Wüste Gobi und danach entlang der Ausläufer des Tien-Shan-Gebirges prägte in uns die Vorstellung eines fast unerschöpflich weiten Raumes  mit einer Eindringlichkeit, die man nicht wieder vergisst. Irgendwo da unten war also die alte Seidenstraße verlaufen, mit Hunderten von Kilometern Leere zwischen den größeren Oasen und Stützpunkten. Bisweilen konnte ich die Eisenbahnlinie erkennen, die an die Stelle der Karawanenstraße getreten ist. Irgendwo da unten war auch der Buddhismus ostwärts gezogen und Jahrhunderte später dann Marco Polo. In dieser unendlichen Einöde hatten sich später über die Jahrhunderte hinweg immer wieder Kämpfe zwischen Chinesen und Mongolen, Tibetern und zentralasiatischen Turkvölkern zugetragen.

Irgendwo dort unten, in den Wüsten der Inneren Mongolei, hatte vor  750 Jahren Dschingis Khan seinen Eroberungsfeldzug gegen China begonnen. In der Inneren Mongolei und in Xinjiang besitzt China noch immer ungenutzte, gewaltige Kultivations- und Stellungsmöglichkeiten, sofern genügend Wasser gesammelt oder an die Oberfläche gebracht werden kann.

Zwar hat Russland unter den Zaren wie unter den Kommunisten die äußere Mongolei aus dem chinesischen Machtbereich herausgebrochen; aber an Xinjiang ebenso wie an Tibet und an der Mandschurei werden die Chinesen eisern festhalten.

Das Tien-Shan-Gebirge mit seinen bis zu 6.000 und 7.000 Metern hohen Gipfeln teilt Xinjiang in das südlich gelegene Tarimbecken und in die nördlich gelegene Dsungarei. Seine Schneefelder und Gletscher glänzten in der Sonne, als wir an ihnen entlangflogen. Die Gipfel im Norden und Nordwesten der Dsungarei konnten wir im Dunst der Ferne nur ahnen, aber wir wussten: Dahinter liegt der sowjetische Teil Turkestan und dahinter Kasachstan und Kirgisien“. 

Helmut Schmidt sind damals vom chinesischen Gastgeber nur drei Städte/Gebiete in China gezeigt worden: Nämlich die Hauptstadt Beijing, dazu die ehemalige Hauptstadt und für das kommunistische Reich die so bedeutungsvolle Stadt Nanjing bei Shanghai und eben die Stadt Urumtchi in der urigurischen Provinz Xinjiang. 

Hier ist zuerst einmal der Begriff „Seidenstraße“ zu erläutern. Von der alten historischen Bedeutung ist ein Bogen zu schlagen auf die heutigen weltpolitischen Anstrengungen zur Wiedergewinnung der ehemals großen Bedeutung. Auch der Anschluss eines zentralasiatischen Großraums an die derzeitig analog prosperierende Südostasien Tigerstaaten Entwicklung ist hier zu würdigen.

Lag der Anfang der historischen Seidenstraße im Osten in China, Knoten- und Sammelpunkt war Mittelchina, die Millionenstadt Chang’an, das heutige Xi’an, ging es Jahrhunderte lang über Landwege gen Westen, Abzweigungen und Einmündungen zu Hauf, man denke hier an die Verbindungen bis hinab nach Indien oder Zuwegungen aus den zentralasiatischen Gebieten bis hin nach dem unendlich großen Russland. Weiter ging es in Richtung Kaspisches Meer zur Persischen Metropole Teheran, dann weiter zum Schwarzen Meer  zur Türkei, mit den Abstechern Syrien und Irak und dann nach Italien, nach Venedig!

Später kamen die Seerouten der Seidenstraße hinzu. Hier waren Hangzhou und Nanjing Ausgangshäfen – beide bei Shanghai (Shanghai selber damals noch unbedeutendes Fischerdorf) – dann  die chinesische Südküste herunter, die Malacca Straße zwischen Malaysia und Indonesien, weiter um Indien herum, dann weiter um die arabische Halbinsel, Überland beim heutigen Suezkanal und bei Alexandria wieder übers Mittelmeer, bis hinauf nach Venedig.

Im Zuge der Entwicklung der Seeschifffahrt verlor die eigentlich unbequeme und entbehrungsreiche Seidenstraße mit Kamelen und zu Fuß an entscheidender Bedeutung.  Die an ihr liegenden zentralasiatischen Länder* und bedeutende Städte wie Bukhara oder Samarkand verloren an Bedeutung. Die Städte entlang der Seidenstraße verfielen, ehemals blühende Kulturen verschwanden in einem langen Prozess, sie wurden auf Jahrhunderte vergessen. Später wurden diese Städte und Gebiete von der Sowjetunion aufgesogen und wollen nach ihrer wiedererlangten staatlichen Selbständigkeit jetzt  wieder aufschließen an die besseren Zeiten vor fast 1.000 Jahren.

* die westlichste Provinz Chinas, Xinjiang

Afghanistan

mit Kaschmir den Norden Indiens sowie die nördlichen Teile Pakistans

Tadschikistan

Kirgisien

Usbekistan

Turkmenistan

die (ehemalige) Provinz Chorasan im Nordosten des Irans, östlich von Teheran

Im September 2013 hielt der chinesische Staats-, Regierungs- und Parteichef, Xi Jinping, in Kasachstan eine Rede. Er erinnerte an alter Stätte an die historische Seidenstraße, die jahrhundertelang China mit dem Westen  verband und dabei half,  Zentralasien zu einer der ökonomisch fruchtbarsten Weltgegenden zu machen.

Genau das strebt China nun wieder mit seiner Initiative für eine Neue Seidenstraße an. Völker und Staaten von China bis Europa sollen schneller und enger zusammenarbeiten. Alles natürlich zum gegenseitigen Nutzen und für den Frieden.

Der alte historische Verlauf weist die ehemaligen Hauptverbindungen auf.

Hier haben wir einerseits die Landverbindung: Chang’an/Xi’an, Lanzhou, Urumqi, Khorgas, Almaty, Bishkek, Samarkand, Bukhara, Istanbul, Venedig, weiter nach Rotterdam/London/Hamburg.

Die Landverbindung kam aufgrund ihrer Beschwerlichkeit immer mehr in Vergessenheit. Andererseits gab es auch später die seemännische Seidenstraße: Hangzhou, Nanjing (Shanghai), Quanzhou, Guangzhou, Beihal, Haikou, Singapur, Kalkutta, Nairobi, Athen, Venedig, weiter nach Rotterdam/London/Hamburg. Diese gewann damals an entscheidender Bedeutung.

China will das Seidenstraßen-Konzept in den nächsten Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich umsetzen. Das Seidenstraßen-Konzept beinhaltet den Ausbau der Infrastruktur bzw. Handelswege und die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Staaten entlang bestimmter Routen.

Weitere Ziele dieser Initiative sind neben der Erschließung neuer Absatzmärkte und Energiequellen, die Reduzierung von Abhängigkeiten, Minderung von Versorgungsengpässen, politische Stabilität und die aktive Mitgestaltung einer multipolaren Weltordnung.

Zur Finanzierung gründete China formal am Ende 2015 zusammen mit 56 Staaten die Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) mit einem Grundkapital von 100 Mrd. Dollar. Stattgefunden hat die Gründungskonferenz der AIIB im Januar 2016 in Beijing. Ab Mitte 2016 ist mit der Vergabe der ersten Darlehen begonnen worden. Das geschätzte Investitionskapital der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank wird auf mindestens 1 Billion Dollar geschätzt.

Das Konzept der neuen Seidenstraße schließt sowohl den Land- als auch den Seeweg ein. Die maritime Seidenstraße umfasst mehrere Handelsrouten: Der wichtigste maritime Handelsweg führt von China über das Südchinesische Meer, Indonesien, Malaysia, Indien, Sri Lanka nach Ostafrika, wo ein Hafen in Bagamoyo (Tansania) von 11 Milliarden Dollar Invest entstehen soll. Von dort werden Waren über den Suezkanal nach Europa transportiert. Ein weiterer Handelsweg führt von China an die Westküste Südamerikas, nach Peru zum Hafen Puerto Ilo. Dieser Hafen soll mit einer 5300 Kilometer langen Bahnlinie den brasilianischen Hafen Porto do Acu, nördlich von Rio de Janeiro, verbinden. Die Bahn- und Seeverbindung wird den Transport von Sojabohnen, Getreide und Erzen von Brasilien sowie von Kupfer aus Peru nach China schneller und günstiger abwickeln.

Aufgrund der Klimaerwärmung und der zunehmenden Eisschmelze im polaren Raum werden auch andere Routen für den Warenverkehr von und nach China zunehmend interessant. Die Nordostpassage ist mit ca. 14 TSD km erheblich kürzer als der traditionelle Seeweg mit ca. 21 TSD km von China nach Europa. In der Sommersaison ist diese Passage für 4 – 5 Monate schiffbar, aber Wetterumschwünge, schnelle Eisbildungen und driftende Eisberge, benötigen eine Vielzahl moderner Eisbrecher. Als erstes Containerschiff hat die Yong Sheng den chinesischen Hafen Dalian verlassen und nach 34 Tagen Fahrzeit (2013) über die Nordostpassage den Hafen von Rotterdam erreicht. Ab 2017 soll die nächste Generation von Eisbrechern vom Stapel laufen und den Transport von Waren über diese Route absichern.

Der Landweg kann ebenso mehrere Handelswege umfassen. Beispielsweise können die Güter von China, über Zentralasien und Russland nach Europa gelangen oder die Handelsroute zweigt von Zentralasien ab und führt über den Iran und die Türkei nach Europa. Eine äußerst kostspielige Route führt von China über Pakistan nach Iran. Das Herzstück dieses Handelsweges wird der Karakorum-Highway sein, welcher voraussichtlich im Sommer 2016 fertiggestellt sein wird und Kashgar (Region Xinjiang, China) mit Hasan Abdal (Region Punjab, Pakistan) verbindet. Der Handelsweg führt weiter nach Gwadar, einem Hafen mit hoher geostrategischer Bedeutung für China. Eine neu zu bauende Bahnstrecke soll zwischen Gwadar in Pakistan und Chabahar, einem wichtigen Hafen im Iran, verlegt werden.

Nicht nur mit dem Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Teheran und Mashhad, die zweitgrößte Stadt im Nordosten Irans, wurde Mitte Februar 2016 begonnen, sondern Mashhad soll auch mit dem chinesischen Hochgeschwindigkeitsbahnnetz in Kashgar, der westlichsten Stadt Chinas und dem Ausgangspunkt des Karakorum-Highways, verbunden werden. Eine weitere Handelsroute mit eher regionalem Charakter führt von China, über Myanmar, Bangladesch nach Indien.

Die Etablierung Chinas zur größten Wirtschaftsmacht in der Welt wird u.a. über die Stärkung der chinesischen Währung RMB und den Ausbau des bilateralen Handels vollzogen. Beispielsweise hat Russland im Jahr 2015 Saudi-Arabien als größten Öllieferanten Chinas abgelöst und die Abrechnung erfolgt neuerdings über die chinesische Währung. Ebenso werden die Gaslieferungen der bis 2018 fertiggestellten östlichen Route, bzw. 2020 über die westliche Route errichteten Pipelines, über RMB abgerechnet.

Das Konzept der neuen chinesischen Seidenstraße soll also nicht nur als Verwirklichung von weitreichenden Infrastrukturmaßnehmen dienen, sondern ist als eine umfangreiche, geopolitische Strategie zu verstehen, das die Handelsverbindungen und Netzwerke regional und international intensiviert, bestehende Beziehungen vertieft, die Wirtschaftskorridore militärisch absichert, Stabilität in und um China erhöht, die chinesische Währung stärkt und China als zukünftige Weltmacht wesentlich positioniert.

Die nachstehende 16-tägige  Reise über ca. 5.000 km stimmt den Reisenden mit den ersten Höhepunkten in der Hauptstadt Beijing und mit einem Besuch am westlichsten Teil der imposanten Großen Mauer ein.

Weiter geht es von Beijing zum eigentlichen Ausgangspunkt der historischen Alten Seidenstraße, dem alten Chang’an, quasi dem heutigen Xi’an.

Chang’an war lange Hauptstadt div. chinesischer Dynastien, zeitweise die größte Stadt der Welt und diente dem ersten Vereinigungskaiser Chinas als Metropole. Mit seinem riesigen Grabmal und vorgelagerter Terrakotta Armee schuf er ein archäologisches Wunder, was heute Millionen von internationalen Touristen als quasi achtes Weltwunder faszinierend anzieht.

So eingestimmt geht es in Richtung Nordwesten entlang am Rande der Inneren Mongolei und weiter  zu den Ausläufern der Wüste Gobi, eine der größten Wüsten der Erde.

Hier erreichen wir den westlichsten Punkt der Großen Mauer und erstaunlicherweise weist dieser Abschnitt eigentlich lebensferner Zivilisation große historische Kostbarkeiten auf, die heute wieder ins Rampenlicht des internationalen Tourismus gerückt sind.

Sogar der tiefste Punkt von China wird hier erkundet. Historische große Bewässerungssysteme stehen auf dem Reiseprogramm, wie auch die größte und  bekannteste Moschee Chinas, die in Pagoden-Form errichtet wurde.

Die Nordwestecke des Riesenreiches mit Urumqi, der Hauptstadt der autonomen Provinz Xinjiang, ist nicht nur wegen ihrer Zugehörigkeit zu dem uigurischen Volk bekannt, nein, verschwundene Reiche aus der Vorzeit und eine rasante Entwicklung in der heutigen Zeit sind ein interessantes und dazu ein breites Wissensfach.

Die Stadt Kaschgar muss man einfach erlebt haben.

Die Dreihunderttausend moslemische Pilger fassende größte Moschee Chinas mit Riesenvorplatz,  wird ebenfalls in die Reise einbezogen.  Ein gewisses zentralasiatisches Mekka lässt grüßen!

Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Seidenstraße Präsentation ausgebaut werden und märchenhafte alte Städte wie Samarkand und Bukhara, dazu Reisen vom Osten her bis Teheran, werden ins Programm zusätzlich mit aufgenommen.

Reisetagebuch

Tag 1 Flug von Europa nach Beijing.

Tag 2 Als Treffpunkt ist der internationale Flughafen von Beijing  am Folgetag gegen ca. 10:00 Uhr morgens Ortszeit in der Ankunftshalle gewählt. Hier wird immer ein Flieger aus Frankfurt/Main als Zeitmaßstab gesetzt, selbst wenn die persönliche Anreise aus Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München, Zürich oder Wien oder anderswo erfolgen und geringfügig von der Meeting Zeit 10:00 Uhr abweichen sollte. Die Wahl der Flugroute kann vom Veranstalter für den Reisenden übernommen werden.

Wir beginnen nach Ankunft mit der Fahrt zum Olympiapark und Besuch des Lamatempels. Dann Transfer zum Hotel.

Tag 3 Ausflug zur Großen Mauer. Da ist ein Leckerbissen mit einer Seilbahn angedacht. Danach auf dem Rückweg Besuch des Sommerpalastes.

Tag 4 Besuch des Himmelstempels, Platz des Himmlischen Friedens und ausgiebiger Besuch der verbotenen Stadt. Nachtzug nach Xi’an. Transfer zum Hotel.

Tag 5 Besuch des Xi’an Museums mit der kleinen Wildganspagode, ausgiebiger Besuch der ca. 45 km von Xi’an entfernten großen Terrakottakrieger Armee. Vom alten Chang’an (heutiges Xi’an) kann man heute nur noch die Terrakotta Krieger Ausgrabung – und die aber als eines der neuen Weltwunder – bewundern und nach wie vor lassen sich die chinesischen und internationalen Archäologie Experten Zeit, den eigentlichen riesigen Grabhügel des ersten großen Vereinigungskaisers China, Qín Shǐhuángdìs, der vor Christus gelebt und regiert hat, seine von damals unvorstellbaren 700.000 Arbeitern errichtete eigentliche Grabanlage zu öffnen – wovon er dann die Wissenden mit ins Grab nahm – damit die raffinierte Quecksilber Grab Sicherungsschaltung nie verraten werden könnte ….!

Zurück nach Xi’an  und nachmittags Besuch des Altstadtviertels und eines interessanten Gemüsemarktes.

Tag 6 Besichtigung der „kleinen Wildganspagode“ mit Xi’an Museum. Fotostopp bei dem Denkmal der Seidenstraße. Später Weiterflug nach Jia Yu Guan.

Tag 7 Besichtigung der berühmten Festung Jia Yu Guan am westlichen Ende der Großen Mauer. Besteigung der einzigartigen hängenden Großen Mauer. Auf dem Weg zur Oase Dun Huang Besuch des Museums mit Gräbern aus der Zeit Wei-Jin vor 1.400 Jahren. Im Museum bewundert man die fantastischen buddhistischen Wandfresken in einer der größten unterirdischen Galerien auf der Welt. Übernachtung in Dun Huang.

Tag 8 Am Vormittag Besuch der berühmtesten Buddha – Grotten in China, den Mogao Grotten. Am Nachmittag Besichtigung des Sandklingenden Berges mit Mondsichelsee. Man kann entweder auf den Sandberg hochklettern oder mit Kamelen hinauf reiten. Am Abend können Sie durch den lebhaften Nachtmarkt im Zentrum schlendern und die faszinierende lokale Garküche testen. Keine Angst: Der Guide bewahrt hier jeden Reisenden vor der Rache von Montezumas!

Tag 9 Fahrt nach Liuyuan. Unterwegs tangieren wir die einzigartige Wüste Gobi. Weiter zu einer anderen Oase nach Turpan. Hier haben wir es mit dem heißesten (dem flammenden Berg)  und auch dem tiefsten Punkt Chinas und unserer Reise  –  dem Alding See, ca. 154 Meter unter dem Meeresspiegel –  zu tun. Transfer zum Hotel.

Tag 10 Besuch der Ruine Jiaohao und dann Besichtigung des Karez-Systems (auf Chinesisch Kan Er Jing). Das Bewässerungssystem ist eines der drei wichtigsten Wasserbauprojekte in der langen Geschichte Chinas und seit Hunderten von Jahren immer im Besitz einer lokalen Moslemmehrheit in dem Gebiet. Besuch der Su Gong Pagoda. Das ist die einzige Moschee in China, die in der Pagoden- Form gebaut wurde.

Tag 11 Nach dem Frühstück Fahrt nach Urumqi, die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Xinjiang. Besuch des Museums mit Mumien aus dem schon verschwundenen Reich Loulan vor 3.000 (!) Jahren. Besuch des großen Bazars.

Tag 12 Flug nach Kaschgar. Im Volksmund sagt man, wenn man die Stadt Kaschgar nicht besucht hat, so darf man nicht sagen, dass man wirklich in Xinjiang war. Bummel in der Altstadt. Kaschgar als Knotenpunkt und Schmelztigel einer 1.000 jährigen wechselhaften Geschichte, griff wie eine Riesen Krake in das politische und religiöse Geschehen herausragend ein und hat als  ehemaliger Zentralort eine sagenhafte Historie und daher viel zu berichten. Analog wie Kuba nach der jetzigen amerikanischen Öffnung restauriert das heutige China Kaschgar. Gegner dieser Vorgehensweise befürchten dadurch einen hohen Verlust an eben dieser Historie.

Tag 13 Besuch des Tiermarktes, der nur am Sonntag in Kaschgar geöffnet ist. Besuch des größten Bazars in Xinjiang. Auf dem Markt kann man fast alles spezifisch Islamisches finden. Achtung: Der 13. Tag muss wegen des Tiermarktes ein Sonntag sein und der weitere  Flug von Kaschgar nach Bishkek ist auch nur an wenigen Tagen in der Woche möglich.

Tag 14 Ausflug zu der Ortschaft Napal, die über 50 Kilometer nordwestlich von der Stadt Kaschgar liegt. Besuch des Grabes von Mohammad Kashgar. Er ist der Verfasser des „Wörterbuchs Tujue“. Dieses Meisterwerk in fünf Sprachen, was auf Anweisung eines kaiserlichen Befehls als Fünfsprachen Wörterbuch auf Manschurisch, Tibetisch, Mongolisch, Turki und Chinesisch angelegt ist, zeigt die damalige Verflechtung der Seidenstraße von China bis hin zur Türkei. Auch Marco Polo soll hier anwesend gewesen sein.

Bummel in der Ortschaft Napal. Am Nachmittag Besuch der größten Moschee Chinas, der Idhgar Moschee. Gleichzeitig können über Dreihunderttausend Moslems in der Moschee und auf dem Platz vor ihr während des Kurbanfestes Gebetsdienst verrichten.

Tag 15 Flug von Kaschgar nach Bishkek in Kirgistan zum internationalen Flughafen und dort sofort Weiterflug nach Europa.

Leistungsübersicht

Im Preis inbegriffen:

  1. Deutsch sprechender Guide in Beijing und Xian. In den anderen Städten deutsch

oder englisch sprechender lokaler Guide.

  1. Vier Sterne Hotels mit Frühstück nach der lokalen Kategorie
  2. Jeden Tag eine Mahlzeit inklusive, insgesamt 13 Mahlzeiten.
  3. In jeder Stadt ein eigener klimatisierter Bus oder Auto.
  4. Der Reisetermin ist in dem Zeitraum zwischen Anfang Mai und Mitte September. Anfang

Oktober ist Staatsfeiertag; für das Land 7 Tage frei, Zeitraum nicht empfehlenswert.

 

Nicht im Preis inbegriffen:

Trinkgelder für Fahrer und Guide

Visabeschaffung

Reiserücktritts- und Reiseabbruch-Versicherung, die beide empfohlen werden.

Reisepreis

2.930 € für 2 – 4 Personen

2.120 € für 6 – 8 Personen

Kosten des Fernflugs von und nach Europa nicht inbegriffen.